Mittwoch, 19. September 2007

Werbung für Dortmund


Was ich hier mache ist ein Austausch-Programm. Das heißt, die Dortmunder Uni kann jedes Jahre genau so viele Leute hierher schicken, wie gleichzeitig Amerikaner von UVA nach Dortmund kommen. Das Akademische Auslandsamt hat mir und Anna, der anderen Studentin aus Dortmund, aufgetragen, auch ja genug Werbung zu machen.
Heute organisiert das International Student Center einen „Study Abroad Fair“, eine Art „Messe für Auslandsaufenthalte“. Wir haben uns für einen Stand angemeldet und erzählen Amerikanern von den Vorzügen der Uni Dortmund.

Tja... was soll man da erzählen?

Es gibt keinen logischen Grund, warum einer nach Dortmund kommen sollte. Es gibt keine Kurse in Englisch, sie müssen ein ganzes Jahr kommen und können nicht nur während der Sommerferien kommen – und Dortmund ist nicht halb so bekannt wie Berlin, Barcelona, Lyon, Paris und all der Quatsch.
Immerhin kann man innerhalb von 45 Minuten mit Bus und Bahn einen Ballungsraum von 9 Millionen Menschen durchqueren. Von den Autobahnen haben sie auch schon gehört und vom Bier. Das Wetter ist auch ein Pluspunkt, denn nach 7 Monaten Hitze wollen viele hier einfach nur Kälte. Die haben wir drüben genug.
Mit vielen Gratis-Süßigkeiten, einer Powerpoint-Präsentation und kleinen Videoclips über Dortmund, sammeln wir letztendlich eineinhalb Seiten mit Namen und e-mail-Adressen, die wir an die Uni Dortmund schicken können. Sie sind grundsätzlich interessiert, aber ich mache mir da nicht allzu viele Hoffnungen. Die Universität Jena bezahlt den Austauschstudenten sogar Geld, wenn sie kommen. Da hilft es auch nicht, dass es in Dortmund so eine familiäre Atmosphäre geben soll.

Keine Kommentare: