In der Stadt, aus der ich komme, gibt es einen einzigen Soldaten, den Mann im Kreiswehrersatzamt. Hier laufen allenthalben Studenten in Wüstentarnuniform, Air-Force-Dress oder weißer Navy-Uniform über den Campus. Sie gehören zum „Reserve Officers’ Traing Corps“ (ROTC) der Universität. Gerade für Studenten aus finanziell schwächeren Familien ist das eine Möglichkeit, ihr Studium zu finanzieren. Nach dem Studium müssen sie eine zeitlang als Reserveoffiziere dienen, oder aber die halbe Zeit in den aktiven Dienst eintreten – sprich: in den Irak ziehen.
Ich bin in einer Welt groß geworden, in der die Kindergärtnerin eine Glockenstab als Waffe ansah und ich ihn deshalb beim Kinderkarneval abgeben musste. Soldaten, Krieg – alles bäh! Virginia ist Sitz der weltgrößten Marinebasis in Norfolk, dem größten US-Air-Force-Stützpunkt in Virginia Beach und alles in allem ein sehr konservativer Staat. Aber auch im außergewöhnlich liberalen Charlottesville hat das Militär keinen schlechten Ruf. Amerikaner haben nichts gegen Krieg, sie wollen ihn nur nicht verlieren.
Heute ist ein Gedenktag für die „Prisoners of War/Missing in Action“ (PoW/MiA), also für diejenigen, die nicht einmal tot nach Hause gekommen sind. Die ganze Nacht über hatte eine Ehrengarde im Amphitheater vor der Fahne patrouilliert, jetzt am Nachmittag gibt es eine Veteranen, Salutschüsse und Reden.
Kurz bevor es losgeht, spricht mich ein Kamerateam vom lokalen Sender NBC29 an. Die junge Journalistin will wissen, ob ich beim letzten Footballspiel im Stadion war und ob ich morgen auch hingehe. Dass ich nur geholpertes Englisch spreche, stört sie nicht. Also mache ich mit bei ihrer Umfrage.
Beim letzten Spiel war es unglaublich heiß, aber es gab nicht ausreichend Getränke zu kaufen – ob ich davon gehört habe. – Das hatte ich schon, es stand in der Zeitung.
Ob es denn morgen besser werden würde. – Keine Ahnung – Also noch mal: Ich fände das doch auch ganz schlimm, dass es nicht ausreichend Wasser gebe, oder? – Ich kann dazu nichts sagen, ich weiß es nur aus der Zeitung.
Sie lässt nicht locker. Aber: So billig kriegt sie ihre Antworten nicht!
Ich bin in einer Welt groß geworden, in der die Kindergärtnerin eine Glockenstab als Waffe ansah und ich ihn deshalb beim Kinderkarneval abgeben musste. Soldaten, Krieg – alles bäh! Virginia ist Sitz der weltgrößten Marinebasis in Norfolk, dem größten US-Air-Force-Stützpunkt in Virginia Beach und alles in allem ein sehr konservativer Staat. Aber auch im außergewöhnlich liberalen Charlottesville hat das Militär keinen schlechten Ruf. Amerikaner haben nichts gegen Krieg, sie wollen ihn nur nicht verlieren.
Heute ist ein Gedenktag für die „Prisoners of War/Missing in Action“ (PoW/MiA), also für diejenigen, die nicht einmal tot nach Hause gekommen sind. Die ganze Nacht über hatte eine Ehrengarde im Amphitheater vor der Fahne patrouilliert, jetzt am Nachmittag gibt es eine Veteranen, Salutschüsse und Reden.
Kurz bevor es losgeht, spricht mich ein Kamerateam vom lokalen Sender NBC29 an. Die junge Journalistin will wissen, ob ich beim letzten Footballspiel im Stadion war und ob ich morgen auch hingehe. Dass ich nur geholpertes Englisch spreche, stört sie nicht. Also mache ich mit bei ihrer Umfrage.
Beim letzten Spiel war es unglaublich heiß, aber es gab nicht ausreichend Getränke zu kaufen – ob ich davon gehört habe. – Das hatte ich schon, es stand in der Zeitung.
Ob es denn morgen besser werden würde. – Keine Ahnung – Also noch mal: Ich fände das doch auch ganz schlimm, dass es nicht ausreichend Wasser gebe, oder? – Ich kann dazu nichts sagen, ich weiß es nur aus der Zeitung.
Sie lässt nicht locker. Aber: So billig kriegt sie ihre Antworten nicht!
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