Im Facebook gibt es eine Gruppe die heißt: „Daran erkennst Du, dass Du Deutscher bist“. Ein Punkt ist: „In Deiner Gegenwart fangen Leute immer an über Hitler und Nazis zu reden.“ Das ist wahr...
Ich sitze vor der Bibliothek und lese. Da komme ich ins Gespräch mit Eric, dem Japaner aus Kanada aus meinem Kurs über Journalismus im Nahen Osten. In der letzten Vorlesung gab es eine Diskussion darüber, dass arabische Journalisten in Bezug auf den Staat Israel keine objektiven Berichte mache. Denn beide Seiten abzubilden, hieße, eine falsche Meinung widerzugeben. Ich meinte daraufhin in der Diskussion, das sollte uns nicht so verwundern, auch im Westen gebe es schließlich Themen, bei denen wir – zurecht! – nicht beide Meinungen hören wollen, weil für uns die andere auf jeden Fall Unfug ist. Zum Beispiel verlangt keiner, dass wir Holocaust-Leugner zu Wort kommen lassen, weil wir uns über die Bewertung des Holocaust einig sind. Ein Mädchen aus Kuwait nuschelte daraufhin irgendwas, was ich nicht verstanden habe.
Eric fängt nun wieder damit an, er meint, das Mädchen habe den Holocaust geleugnet. Das könne sie ja ruhig tun, meint er, aber sie muss Argumente und Belege anführen. Ich erzähle von Eva Herrmann, die gerade vom NDR für ihre Nazi-Ausfälle gefeuert worden ist, und verteidige diese Entscheidung. In Deutschland lassen wir nicht zu, dass Geschichtsrevisionismus praktiziert wird. Ob wir denn keine freie Meinungsäußerung hätten, will Eric wissen.
Und jetzt kommt der Hammer: Da gibt es diesen Typ, den ich kaum kenne. Er war in einem meiner Politikkurse, die ich nur eine Stunde besucht habe. Er ist ursprünglich Kurde und grüßt mich immer mit „Hi, German kid!“ Er steht schon eine Weile dabei, während Eric und ich uns unterhalten, da fragt er, was ich über die „Aryan Race“, die „arische Rasse“ denke. Ich schaue ihn verständnislos an. Ja, meint er, man müsse den Ausdruck ja nicht im negativen Sinne gebrauchen, aber ich müsse doch wohl zugeben, dass sie existiere. Mir fehlen die Worte
Ich sitze vor der Bibliothek und lese. Da komme ich ins Gespräch mit Eric, dem Japaner aus Kanada aus meinem Kurs über Journalismus im Nahen Osten. In der letzten Vorlesung gab es eine Diskussion darüber, dass arabische Journalisten in Bezug auf den Staat Israel keine objektiven Berichte mache. Denn beide Seiten abzubilden, hieße, eine falsche Meinung widerzugeben. Ich meinte daraufhin in der Diskussion, das sollte uns nicht so verwundern, auch im Westen gebe es schließlich Themen, bei denen wir – zurecht! – nicht beide Meinungen hören wollen, weil für uns die andere auf jeden Fall Unfug ist. Zum Beispiel verlangt keiner, dass wir Holocaust-Leugner zu Wort kommen lassen, weil wir uns über die Bewertung des Holocaust einig sind. Ein Mädchen aus Kuwait nuschelte daraufhin irgendwas, was ich nicht verstanden habe.
Eric fängt nun wieder damit an, er meint, das Mädchen habe den Holocaust geleugnet. Das könne sie ja ruhig tun, meint er, aber sie muss Argumente und Belege anführen. Ich erzähle von Eva Herrmann, die gerade vom NDR für ihre Nazi-Ausfälle gefeuert worden ist, und verteidige diese Entscheidung. In Deutschland lassen wir nicht zu, dass Geschichtsrevisionismus praktiziert wird. Ob wir denn keine freie Meinungsäußerung hätten, will Eric wissen.
Und jetzt kommt der Hammer: Da gibt es diesen Typ, den ich kaum kenne. Er war in einem meiner Politikkurse, die ich nur eine Stunde besucht habe. Er ist ursprünglich Kurde und grüßt mich immer mit „Hi, German kid!“ Er steht schon eine Weile dabei, während Eric und ich uns unterhalten, da fragt er, was ich über die „Aryan Race“, die „arische Rasse“ denke. Ich schaue ihn verständnislos an. Ja, meint er, man müsse den Ausdruck ja nicht im negativen Sinne gebrauchen, aber ich müsse doch wohl zugeben, dass sie existiere. Mir fehlen die Worte
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