Dienstag, 4. September 2007

Was ist ein Assignment?

Ich musste für den Kurs „Geschichte des Dokumentarfilms“ für heute zwei Filme sehen. Mäßig spannend, alte Stummfilme über Eskimos (bzw. Inuit) und Menschen in Irland. In meiner Kursübersicht gibt es dazu ein Assignment, ein paar Fragen zu den Filmen, zu Ähnlichkeiten, Schnitttechnik usw.
Assignment heißt laut Wörterbuch soviel wie „Aufgabe“ – und ich habe das immer als eine Art Fragenkatalog gesehen, den wir beim Schauen im Hinterkopf behalten sollten für die Diskussion in der Stunde. Doch dann machte mich stutzig: Die Endnote besteht in diesem Kurs zu je einem Drittel licher Mitarbeit und Assignments. Sollte das nun gar etwas schriftliches sein?
Als ich gestern Abend gegen 23 Uhr nach Hause kam, meinte Rachel von nebenan: „Ja!“ Deshalb bin ich in aller Frühe aufgestanden und habe ein paar Seiten zu Papier gebracht.
Dumm nur, dass mein Werk keiner sehen will. Die Professorin stellt klar, dass es doch nur Leitfragen fürs Filmgucken sind. Was mich zu einer neuen Frage bringt: Was ist der Unterschied zwischen Assignment und mündlicher Mitarbeit?

Die ersten Mails vom Activities Fair sind eingetroffen. Über die Woche gibt es erste Infotreffen, bei denen Interessenten in der Regel mit gratis Pizza bestochen werden sollen. Ich war eh hungrig, also gehe zur Filmmakers-Society. Sie präsentieren ein paar beeindruckende Filme – in einem Making-Of zeigen sie, mit welchen Aufwand die produziert werden. Da kommen Kamerawagen zum Einsatz, LKW voller Equipment, Hollywood-Schauspieler werden bemüht und einmal sogar ein Kamera-Kran – für genau eine Einstellung im fertigen Film. Es ist der Wahnsinn.
Und nicht ohne Preis. $20 kostet die Mitgliedschaft pro Semester – ein üblicher Mitgliedsbeitrag für viele Vereine hier an der Uni.
Ich will wirklich gerne irgendwo was machen außerhalb der Uni. Aber ich bin, offen gesagt, erschlagen von der Auswahl. Ich kann mich nicht entscheiden.

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