Mittwoch, 26. September 2007

Office Hour

Die Midterm-Exams rücken näher. In 2 Wochen steht das erste an und ich bin ein bisschen nervös. Ich habe in meiner gesamten Uni-Laufbahn gerade mal vier Klausuren schreiben müssen. Die behandelten jeweils den Stoff mehrerer Semester, das war also immer stundenlange Klausuren mit wochenlanger Vorbereitung. Aber meine letzte liegt nun auch schon fast 3 Jahre zurück.

Ich gehe in die Sprechstunde von Craig Hayden, bei ihm habe ich den Kurs über Journalismus im Nahen Osten. Er hat gerade erst seinen PhD an der University of Southern California gemacht, dies ist sein erster Kurs. Prof. Hayden erwähnt jede Woche, wenn sie seine Sprechzeiten ändern oder er sie mal nicht anbieten kann. Und weil dann immer so viele interessierte Rückfragen kommen, war in mir der Eindruck entstanden, dass seine Sprechstunde rege besucht wird. Nach 4 Wochen Uni habe ich keine Ahnung, wo ich stehe. Also frage ich mal nach.

Er sitzt in seinem kleinen Büro zwischen allerhand unausgepackten Kisten, die Klimaanlage röhrt auf vollen Touren und er weiß eigentlich nicht, was er mir sagen soll. Mein Hausaufgabe von letzter Woche hat er noch nicht gelesen. Aber ich würde mich am Unterricht beteiligen und... „Vor kurzem haben Sie auch was ziemlich Intelligentes gesagt, irgendwas über Deutschland – ich weiß nicht mehr was, aber es war gut...“ Offensichtlich hat er vergessen, wie ich ebenfalls vor kurzem einfach mal irgendwas gesagt habe, nur um irgendwas zu sagen... Mir soll’s recht sein.
Was die Klausur angeht, ist er keine große Hilfe. Wenn ich aufpasse und die Texte lese, sollte es keine Probleme geben, die Klausur würde nicht so schwer. Das hatte ich in den übrigen Kursen auch zu hören bekommen.

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