Donnerstag, 16. August 2007

Was macht man in Charlottesville?


Ich will ehrlich sein: Charlottesville ist nicht das, was man sich gemeinhin unter einer pulsierenden Metropole vorstellt. In dem kleinen Ort am Fuß der Blue Ridge Mountains leben rund 40.000 Menschen, plus weitere 20.000 Studenten, die während des Semesters hierher kommen. Zur Zeit ist die Stadt also in einer Wartehaltung. Alles Leben, alle Aufregende, alle Buslinien – alles startet zum Semesterbeginn in anderthalb Wochen.

In einer der zahlreichen kostenlosen Zeitschriften, die allerorts an den Straßenecken ausliegen, haben wir von der Impro Comedy Truppe erfahren, die an jedem dritten Donnerstag im Monat ihren Auftritt hat.
Impro Comedy bedeutet, dass eine Gruppe von Schauspielern mit den Stichwörtern, die das Publikum ihnen zuruft, eine kurze Szene spielen. Das kann sehr lustig sein, hat mitunter aber auch seine Längen. Für uns Fremdsprachler ist es nicht immer leicht zu verstehen. Dennoch ist es ein großer Spaß, vor allem, als die Schauspieler eine Szene in verschiedenen Dialekten spielt und dann einen deutschen Akzent versucht.

Am Morgen hatten die Nachrichten Regen angekündigt. Eine Falschmeldung, dachten wir, angesichts der brutal heißen Temperaturen am Nachmittag. Als jedoch die Impro Comedy Truppe ihre letzte Szene ankündigt, hören wir es: Donner und Regenprasseln, in den Fenstern zucken die Blitze. Auf den wenigen Metern bis zum Bus werden wir nass bis auf die Haut. Das Bemerkenswerte jedoch: Der Regen ist warm.

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